
Wank Trailrunning: Auf den Gipfel über Garmisch-Partenkirchen
Touren
Der Wank ist der Hausberg von Partenkirchen und für Trailrunning eine steile Angelegenheit: rund 12 Kilometer und 1.000 Höhenmeter, fast ohne flache Abschnitte. Dafür wartet oben ein Panorama auf Zugspitze, Alpspitze und das ganze Tal. In diesem Bericht erfährst du, wie die Strecke verläuft, was dich unterwegs erwartet und welche Ausrüstung sich lohnt. Außerdem zeige ich dir, warum Wank Trailrunning eine starke Höhenmeter-Einheit für dein Hybrid-Training ist und warum du dafür nicht jedes Mal bis zum Gipfel laufen musst.
Das Wichtigste im Überblick
⛰️ Steil und direkt: Der direkte Aufstieg aus Partenkirchen hat die meisten Höhenmeter auf der kürzesten Distanz. Rechne bergauf mehr mit Speedhiking als mit Laufen.
🥾 Stöcke empfohlen: Bei fast durchgehender Steigung nehmen sie deinen Beinen einen Teil der Last ab.
👣 Trittsicherheit bergab: Wurzeln und Unebenheiten machen den Abstieg anspruchsvoller als gedacht.
🧥 Jacke und Trinken einpacken: Oben kann es deutlich kälter und windiger sein als im Tal.
🏠 Einkehr-Tipp: Die Tannenhütte im unteren Teil des Aufstiegs.
Wank Trailrunning: Steckbrief der Strecke
Start | Partenkirchen, kostenlose Parkplätze am Straßenrand im Wohngebiet |
Distanz | ca. 12 km (hin und zurück) |
Höhenmeter | ca. 1.000 HM |
Höchster Punkt | Wank-Gipfel, 1.780 m |
Dauer Aufstieg | 1 bis 2 Std., je nach Fitness |
Dauer Abstieg | 30 Min. bis 1:30 Std. |
Schwierigkeit | konditionell anspruchsvoll, sehr steil; bergab Trittsicherheit nötig |
Untergrund | Waldwege und Pfade mit Wurzeln, oben Freiflächen |
Einkehr | Tannenhütte, Sonnenalm an der Bergstation, Wankhaus am Gipfel |
Ausrüstung | Trailrunning-Schuhe, Stöcke, Laufweste mit Trinken und Snacks, Jacke |
Die Strecke: Trailrunning am Wank von Partenkirchen aus
Auf den Wank führen mehrere Wege. Ich bin den direkten Aufstieg aus Partenkirchen gelaufen, also die Variante mit den meisten Höhenmetern auf der kürzesten Distanz. Flache Abschnitte zum Durchatmen gibt es kaum, die Steigung zieht sich fast vom Start bis zum Gipfel.
Von Partenkirchen zur Tannenhütte

Der erste Abschnitt führt durch Wald, die Steigung setzt früh ein. Lauf hier bewusst ruhig an, denn die Höhenmeter kommen früh und am Stück. Im unteren Teil des Aufstiegs erreichst du die Tannenhütte auf rund 940 Metern. Sie ist ein guter Orientierungspunkt und mein Tipp für die Einkehr auf dem Rückweg.

Weiter durch den Wald Richtung Gipfel
Oberhalb der Tannenhütte geht es weiter bergauf, größtenteils im Wald. Der Abschnitt ist ehrlich gesagt etwas eintönig, aber im heißen Sommer angenehm schattig. Immer wieder stehen Bänke am Weg, die sich für eine kurze Pause anbieten.

Gipfelaufstieg: Freiflächen und Panorama

Weiter oben lichtet sich der Wald und die ersten Freiflächen geben den Blick ins Tal frei. Du erreichst die Bergstation der Wankbahn mit der Sonnenalm, von dort sind es nur wenige Minuten zum Gipfelkreuz und zum Wankhaus auf 1.780 Metern. Oben hast du ein Panorama auf Zugspitze, Alpspitze und Garmisch-Partenkirchen.

Abstieg: Trittsicherheit gefragt
Bergab brauchst du je nach Fitness und Trittsicherheit 30 Minuten bis 1,5 Stunden. Wurzeln, Unebenheiten und die Steilheit verlangen Konzentration. Plane den Abstieg nicht als lockeres Auslaufen, sondern als eigene Belastung für deine Oberschenkel.
Meine Erfahrung beim Wank Trailrunning
Die Strecke ist eintönig, aber schön. Du läufst lange durch Wald, dazwischen öffnen sich immer wieder Freiflächen mit Ausblick. Die Highlights sind für mich ganz klar der Gipfel mit seinem Panorama und die Tannenhütte.
Bergauf ist der Wank mehr Speedhike als Run. Gerade Passagen gibt es kaum, die Steigung hält fast permanent an. Wer hier jeden Meter laufen will, verbraucht unnötig viel Energie. Mit Stöcken und einem zügigen Gehschritt kommst du effizienter nach oben.
Der Wank ist außerdem kein einsamer Berg. Unterwegs triffst du viele Wanderer, besonders bergab solltest du dein Tempo entsprechend anpassen.
Unterschätze den Temperaturunterschied nicht: Oben kann es bis zu 10 Grad kälter sein als im Tal und deutlich windiger. Dazu kommt, dass du viel im Schatten läufst.
Wank Bergwanderung oder Trailrun?
Viele kennen den Wank als klassische Bergwanderung. Als Trailrun ist er eine Mischung aus beidem: steile Abschnitte gehst du, flachere und den Abstieg läufst du. Wenn du das akzeptierst, ist der Wank eine ehrliche und lohnende Trainingseinheit.
Tipps fürs Trailrunning am Wank
Damit dein Lauf auf den Wank gut läuft, zählt vor allem die richtige Strategie für die steilen Anstiege und den anspruchsvollen Abstieg. Diese Tipps helfen dir, deine Kräfte einzuteilen, die passende Ausrüstung dabeizuhaben und die Strecke so zu laufen, wie es zu deiner Form passt.
Bergauf gehen ist kein Scheitern
Auf sehr steilen Abschnitten ist zügiges Gehen nicht nur erlaubt, sondern oft sinnvoller. Ab einer gewissen Steigung kostet Gehen weniger Energie als Laufen, selbst wenn du gleich schnell an Höhe gewinnst. Setz auf einen kräftigen, gleichmäßigen Gehschritt und lauf dort, wo es flacher wird.
Stöcke mitnehmen
Bei so viel Steigung lohnen sich Stöcke. Sie verteilen einen Teil der Arbeit auf deinen Oberkörper und nehmen deinen Beinen Last ab, ohne dass du dafür mehr Energie brauchst. Bei hohem Tempo bergauf kommst du mit Stöcken außerdem etwas schneller voran. Übe den Stockeinsatz am besten vorher auf kürzeren Runden.
Bergab vorbereiten
Bergablaufen belastet die Muskulatur exzentrisch, sie arbeitet also bremsend unter Spannung. Das kann zu Muskelkater und Kraftverlust führen, die mehrere Tage anhalten, vor allem wenn du Bergablaufen nicht gewohnt bist. Die gute Nachricht: Dein Körper gewöhnt sich daran. Bau deshalb vor dem Wank ein paar kürzere Bergab-Passagen in deine Läufe ein und lauf den Abstieg mit kurzen, kontrollierten Schritten.
Genug trinken und eine Jacke einpacken
Nimm ausreichend Wasser und ein paar Snacks in der Laufweste mit, der Aufstieg dauert länger, als die Distanz vermuten lässt. Pack außerdem eine Jacke ein: Mit jedem Höhenmeter wird es kühler, auf 1.000 Höhenmetern sind das im Schnitt gut 6 Grad. Mit Wind und Schatten kann es sich oben noch deutlich kälter anfühlen.
Öffnungszeiten der Hütten checken
Nicht jede Hütte hat ganzjährig geöffnet, das Wankhaus am Gipfel schließt zum Beispiel im November/Dezember und im März/April. Prüf vor deinem Lauf die aktuellen Öffnungszeiten auf den Websites der Hütten und plan dein Trinken so, dass du nicht auf eine Einkehr angewiesen bist.
Am Wank statt auf den Wank: Trailrunning in Garmisch-Partenkirchen ohne Gipfel
Der Gipfelaufstieg ist ein Highlight, aber sehr steil. Wenn du eine entspanntere Runde suchst, lauf lieber am Wank statt ganz hinauf. Meine Empfehlung: Starte am Landhotel Panorama, lauf hinauf zu den Freiflächen und über die Tannenhütte zurück zum Ausgangspunkt. Parken kannst du direkt am Landhotel. So kannst du Trailrunning in Garmisch-Partenkirchen genießen, ohne jedes Mal 1.000 Höhenmeter zu sammeln.
Trainingswert: Warum der Wank gut ins Hybrid-Training passt
Der Wank ist eine kompakte Höhenmeter-Einheit: 1.000 Höhenmeter am Stück fordern Ausdauer und Kraftausdauer deiner Beine gleichzeitig. Bergauf arbeitest du konstant gegen die Schwerkraft, bergab kommt die bremsende Belastung für die Oberschenkel dazu.
Genau diese Kombination macht ihn für Hybrid-Training interessant. Du brauchst kein Fitnessstudio, um deine Beine stark zu machen, aber eine solide Basis hilft dir am Berg. Mit Grundübungen wie Step-ups, Ausfallschritten und Wadenheben stärkst du genau die Muskulatur, die du am Wank brauchst. Lauf den Wank außerdem nach Gefühl und Puls statt nach Pace, denn bei dieser Steigung sagt die Geschwindigkeit wenig über deine Belastung aus. Plan den Wank in deiner Woche wie eine harte Beineinheit und leg am Tag davor kein intensives Beintraining.
Mein Trailrun auf den Wank
Ich habe etwas weiter weg geparkt und bin daher rund 13 km gelaufen bei einem durchschnittlichen Puls von 159 bpm. Oben am Gipfel habe ich etwa 20 Minuten Pause eingelegt, die nicht in der gemessenen Zeit von Garmin enthalten ist. Für die gesamte Strecke habe ich somit etwa 2 Stunden benötigt. Hier siehst du meine gelaufene Strecke.
Fazit: Lohnt sich Wank Trailrunning?
Wank Trailrunning ist schön, aber kein lockerer Genusslauf. Der direkte Aufstieg aus Partenkirchen bringt dich auf rund 12 Kilometern über 1.000 Höhenmeter, mit dem Gipfelpanorama und der Tannenhütte als Highlights. Die Steigung macht den Aufstieg eher zum Speedhike, der Abstieg verlangt Trittsicherheit.
Wenn du gezielt Höhenmeter trainieren willst, ist der Wank eine starke Wahl. Nimm Stöcke, genug zu trinken und eine Jacke mit. Und wenn es mal entspannter sein soll, lauf am Wank statt auf den Wank.




















